Überforderung in Verantwortung


Nach aussen funktionieren Sie. Sie liefern, Sie tragen, Sie sind verlässlich. Und gleichzeitig wächst innen etwas: Anspannung, Erschöpfung, eine Unruhe, die auch nach Feierabend nicht abklingt. Viele Menschen in Verantwortung erleben solche Phasen – besonders in Veränderung, Krisen oder Dauerbelastung.

Überforderung ist kein Zeichen mangelnder Leistungsfähigkeit. Sie ist eine nachvollziehbare Reaktion auf hohe Anforderungen bei begrenzten Ressourcen. Oft kommt ein zweiter Faktor dazu: die Lücke zwischen Verantwortung und tatsächlichem Einfluss. Man wird für Entwicklungen verantwortlich gemacht, die man nur teilweise steuern kann – und versucht, diese Lücke mit noch mehr Einsatz zu schliessen. Genau das erhöht die Last weiter.

Der Körper meldet sich dabei früher als der Kopf. Schlaf, Konzentration, Gereiztheit, eine ständige innere Alarmbereitschaft – das sind keine Schwächen, sondern Signale. In meiner Arbeit nehme ich diese Signale ernst, denn Überforderung lässt sich nicht wegdenken.

Wir schauen zuerst, welche inneren Anteile Sie auf Hochtouren halten – jener Teil, der nie nein sagt, der alles selbst erledigen will, der Erholung als Schwäche deutet. Und gemeinsam klären wir, wo Sie Grenzen setzen, delegieren und Unterstützung annehmen dürfen, ohne Ihre Verantwortung abzugeben.

Nachhaltige Führung heisst nicht, jede Last allein zu tragen. Sie heisst, die eigenen Ressourcen so einzusetzen, dass Sie über Jahre wirksam – und gesund – bleiben.

Wenn Sie sich darin wiedererkennen, ist ein Erstgespräch ein guter erster Schritt.